Der Trekk Master ist Roamers Uhr für die weite Welt da draußen, prädestiniert insbesondere für Outdoor-Aktivitäten. Wir haben uns mit ihm in Stuttgarts Wildnis gewagt.
Das Design des Allrounders gibt sich betont sportlich und technisch. Die meisten der Zusatzfunktionen werden über zwei zentrale Displays kommuniziert. Darüber ziehen die pfeilförmigen Zeiger für Minuten und Stunden ihre Kreise. Zur Auswahl stehen sechs Farbvarianten, wobei die Versionen mit orangefarbenem sowie mit leuchtend blauem Band optisch deutlich hervorstechen. Speziell Letztere gibt mit ihrer kühlen Dynamik einen echten Blickfang ab und drängte sich damit förmlich als Testmodell auf.
Beim Anlegen stellt sich unweigerlich die Frage, wie sich das stattliche Gehäuse mit seinen 47 Millimetern
reduziert, das Prinzip erschließt sich nach nur kurzer Zeit. Für einen kleinen Augenschmaus sorgen dabei der Minuten- und der Stundenzeiger, welche beim Umstellen der Anzeige willfährig ihre Position verändern, um einige Momente lang den Blick auf die Displays freizugeben. Aktiviert man den Kompass, richten sich beide gar parallel auf einer Linie aus, deren Pfeil nach Norden zeigt – heiß. Interessante Features sind auch der erwiesenermaßen präzise Höhenmeter und die kleine Wetterstation in Form von Barometer und Thermometer. Mit einer derart umfangreich ausgestatteten Multifunktionsuhr kann es unterwegs kaum langweilig werden, es findet sich schließlich immer ein Umweltzustand, welcher der Messung bedarf. Kleinere Abstriche müssen jedoch bei der Ablesbarkeit der Displays gemacht werden, die mitunter einen etwas zu schwachen Kontrast bieten. Dafür aber lässt sich die Anzeige bei widrigen Sichtbedingungen komplett in sanftem Blau ausleuchten. Die auffälligen, pfeilförmigen Zeiger und großzügig proportionierten Indexe stechen ohnehin jederzeit hervor, zumal sie großflächig mit Leuchtmasse versehen sind.
Bei Outdoor-Modellen sind nicht zuletzt solide Nehmerqualitäten gefragt, über welche der Trekk Master offensichtlich zur Genüge verfügt. Das Edelstahlgehäuse ist mit kratzfestem Saphirglas abgeschlossen und an den Seiten zusätzlich durch Kautschuk geschützt. Die Wasserdichtigkeit von 5 bar ist grundsätzlich ausreichend, macht selbst den ein oder anderen Badeausflug möglich, wobei es natürlich an Druckresistenz bei sportlichen Modellen prinzipiell kaum genug sein kann. Zweifel bezüglich der Robustheit und Zuverlässigkeit des Modells kamen während des Tests nie auf, wozu auch der starke Halt am Handgelenk beitrug, welcher jederzeit den beruhigenden Eindruck vermittelt, einen kompakten, soliden Zeitmesser zu tragen.
Der Preis von immerhin 549 Euro für das Testmodell irritiert hingegen im ersten Moment ein wenig. Bedenkt man jedoch den außerordentlichen Funktionsumfang, die qualitativ hochwertige Verarbeitung und das prestigeträchtige Label "Swiss Made", liegt er in einem angemessenen Rahmen. Wer also eine multifunktionale, robuste und präzise Quarzuhr sucht, die für fast jeden Spaß zu haben und dabei zuverlässig ist, kann die Investition in den Trekk Master getrost in Erwägung ziehen. (Henning Groeger) www.roamer.ch
Eine der Herbstneuheiten von Timex ist der Expedition Flyback Chrono, der prompt unsere Aufmerksamkeit erregte. Schon der Blick auf das Zifferblatt mit seinen sechs Zeigern und zahlreichen Skalen verspricht, dass es hier einiges zu entdecken gibt.
Anzeigen des Chronographen zu verdanken. So sind die Zähler für gestoppte Minuten und Stunden bogenförmig in der Peripherie des Zifferblatts angeordnet. Darüber heben sich die angenehm langgezogenen Zeiger mit orangenen Farbelementen vom Hintergrund ab. Übersichtlichkeit und Ablesbarkeit bei schlechten
kommt daher die ebenfalls erhältliche, schwarze Variante mit Silikonarmband als individuell bessere Wahl in Betracht.
Fazit: Das Testmodell ist ein flexibler Allrounder mit einem schlüssigen funktionalen Gesamtkonzept, offenbart allerdings leichte Defizite im Tragekomfort. Ihre Robustheit und die Features machen die Uhr vor allem für diverse Outdoor-Aktivitäten und Reisen zum idealen Begleiter. Angesichts des fairen Preises von 179 Euro steht der Expedition mit dem Flyback Chrono also nichts im Wege. (Henning Groeger) www.timex.de
Timex Expedition Flyback Chrono
| Werk | Quarz | Funktionen | Flyback Chronograph | elektronischer Kompass | zweite Zeitzone | Datumsanzeige | Gehäuse | Edelstahl | 44 Millimeter Durchmesser | Wasserdicht bis 10 bar | Zifferblatt | Schwarz oder Weiß | Leuchtmasse auf Indexen und Zeigern | INDIGLO®-Zifferblattbeleuchtung | Armband | wasserabweisendes Lederarmband | schwarzes Silikonarmband | Unverbindliche Preisempfehlung | 179 Euro |

Das Modelabel Baldessarini hat sich ganz der Ausstattung von Herren mit authentischen und bisweilen eigenwilligen Accessoires verschrieben. Zum Portfolio gehören mittlerweile auch Armbanduhren des mittleren Preissegments. Wir haben eines der besonders sportlichen Modelle einem Test unterworfen, die CPT 2011, benannt nach dem Flughafen von Kapstadt.
Auf den ersten Blick wirkt der Zeitmesser stabil wie aus einem Guss. Ein Eindruck, den schon das wuchtige 44 Millimeter große Gehäuse aus Edelstahl vorgibt und der durch die acht auffälligen Schraubenköpfe der Lünette weiter verstärkt wird. Spannend ist das Zusammenspiel aus runden und eckigen Formen, wobei insbesondere
und stabilisiert zusammen mit dem unauffällig aufliegenden Gehäuse das Handgelenk angenehm.
Auf dem Zifferblatt tummeln sich hinter gehärtetem Mineralglas verschiedene Zusatzfunktionen. Neben der Stoppuhr, die bei Bedarf bis zu 12 Stunden abmessen kann, unterstreichen kleine Sekunde, Datumsfenster und Tachymeterskala die sportliche Ausrichtung des Zeitmessers. Die weißen Indexe heben sich deutlich vom schwarzen Hintergrund ab, liegen aber stellenweise so dicht beieinander, dass die Übersichtlichkeit darunter leidet. Der grüne Zeiger der Stoppuhr hingegen setzt dezent farbliche Akzente und ist der Ablesbarkeit damit sehr zuträglich. Dank breiter, länglich geformter Drücker und solide gearbeiteter, griffiger Krone ist auch die Bedienung der Funktionen jederzeit komfortabel. Diese entspringen erwartungsgemäß einem Quarzwerk, welches zuverlässig arbeitet und für präzise Messwerte sorgt.
Fazit: Das Modell wirkt, als wäre es fast jeder sportlichen Aktivität gewachsen. Eine Einschätzung, die durch eine geprüfte Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern bestätigt wird. Sollte sich der Zeitmesser im Alltagsgebrauch als so robust erweisen, wie Materialwahl und Ersteindruck versprechen, dürfte die unverbindliche Preisempfehlung von knapp 400 Euro völlig in Ordnung gehen. Denn die CPT 2011 ist eine maskuline, ausgesprochen solide verarbeitete Herrenuhr, die vielseitig und für praktisch jedes Abenteuer zu haben ist. (Henning Groeger) www.baldessarini.com
Die Marke B. Junge & Söhne wurde 2010 wiederbelebt, nachdem sie bereits zum Fin de siècle einige Jahre durch die Herstellung präziser Taschenuhren auf sich aufmerksam machte, dann aber in einen Dornröschenschlaf fiel. Damals wie heute standen vor allem die Individualisierungswünsche der Kunden im Vordergrund. 2011 werden diese durch das modulare System ermöglicht, welches auch in den von uns getestete Modular Chrono integriert ist.
Eine kleine Überraschung folgt gleich auf den ersten Blick. Entgegen üblicher Erfahrungswerte wirkt die Uhr in natura weitaus wertiger als auf den zuvor gesichteten Abbildungen. Das flächige, klar strukturierte Zifferblatt
keinen Bruch im optischen Konzept darstellt. Im Gegenteil, die Uhr wirkt am Arm als kompakte Einheit wie angegossen.
So lässt sich auch der Tragekomfort beschreiben. Gehäuse, Bandansätze und die Drücker-Faltschließe machen sich nie unangenehm bemerkbar, hinterlassen keine Druckstellen. Das bei den Uhren von B. Junge & Söhne obligatorische Kalbslederarmband fühlt sich angenehm geschmeidig an. Unproblematisch ist auch die Bedienung. Die großen Drücker erweisen sich als überaus praktisch, schränken aber bisweilen die Erreichbarkeit der Krone etwas ein.
Ein Alleinstellungsmerkmal der B. Junge & Söhne Uhren ist das sogenannte "modulare System". Mittels optional erhältlicher Komponentensets lässt sich das Aussehen der Uhren durch den Austausch einzelner Teile
eine ebene, glatte Fläche legen. Dann lassen sich die jeweiligen Elemente einfach aufsetzen und ohne Kraftanwendung mit der Fingerkuppe leicht andrehen. Das Feingewinde fasst automatisch, während die minimale Gewindesteigerung für eine hohe Selbsthemmung sorgt und somit nur ganz moderates Anziehen vonnöten ist. Die filigranen Rückmeldungen, welche das System während dieser Prozedur gibt, sind ein haptisches Erlebnis für sich und lassen keinen Zweifel an dessen hochwertiger und exakter Verarbeitung aufkommen.
250 Euro schlagen für das Komponentenset zu Buche und erscheinen ob der darin enthaltenen Gestaltungsmöglichkeiten als angemessen – so man denn überhaupt Bedarf an einer Variation des Designs hat. Unabhängig davon punktet der Modular Chrono vor allem durch den hochwertigen Gesamteindruck, das eigenständige Design und die ausgereifte Mechanik. Im Inneren arbeitet das zuverlässige Kaliber MU 9408 von Mühle-Glashütte mit Spechthals-Feinregulierung und Glashütter Dreiviertelplatine. Ein starkes Argument ist auch der attraktive Preis von 2.290 Euro, welcher den Modular Chrono angesichts des gebotenen Gesamtpakets mehr als eine Überlegung wert sein lässt. (Henning Groeger) www.bjunge-soehne.de
B. Junge & Söhne Modular Chrono Ref. 9000014
| Werk | Mühle-Glashütte Kaliber MU 9408 | 48 Stunden Gangreserve | Gehäuse | Edelstahl | 42,4 Millimeter Durchmesser | 14 Millimeter Höhe | Wasserdicht bis 10 bar | Saphirglas beidseitig | Zifferblatt | Lack braun | Messingzeiger vernickelt | Superluminova GL auf Indexen und Zeigern | Armband | Kalbsleder | Drücker-Faltschließe Edelstahl | Unverbindliche Preisempfehlung | 2.290 Euro | Komponentenset 250 Euro |

Mit dem Singular verfolgt MeisterSinger das Konzept der Einzeigeruhr weiter. Die Zeitbestimmung erfolgt dabei über einen einzigen zentralen Zeiger. Jeder Index der Skala steht für fünf Minuten. Stunden- Halbstunden- und Viertelstundenindices sind zwecks erleichterter Ablesbarkeit hervorgehoben. Ein scharfer Blick und ein Hauch Erfahrung ermöglichen es somit, die Zeit auf bis zu einer Minute genau zu bestimmen. Im Alltag zeigt sich, dass eine genauere Bestimmung normalerweise selten vonnöten ist. Wo es um exaktere Zeitangaben geht – an der Haltestelle etwa oder bisweilen am PC – fallen ohnehin zumeist automatisch externe Anzeigen ins Auge, welche über relevante Zeitintervalle informieren.
Wohl aber weiß man diese Entschleunigung bald zu schätzen. Der gemächlich über das Zifferblatt wandernde Zeiger strahlt Gelassenheit aus, verbildlicht die Hoffnung, dass die Zeit doch nicht so unkontrolliert schnell
natura überraschten – der Singular ist mit 14,8 Millimeter Höhe kräftiger, als es Fotos vermuten lassen. Hier hätte möglicherweise etwas weniger Höhe besser zum ansonsten sehr dezenten Auftritt gepasst. Allerdings ergeben sich dadurch praktische Vorteile. So drückt die Krone nie auf den Handrücken und lässt sich problemlos bedienen, ohne die Uhr dafür extra abnehmen zu müssen.
Fazit: Der Singular ist ein schlichtweg schöner, eleganter und qualitativ hochwertiger Zeitmesser, dem ein interessantes Konzept zugrunde liegt. Die sich aus der Einzeiger-Lösung ergebende "Gelassenheit des Zeitablesens" ist sicher nicht jedermanns Sache. Für jene aber, die sie zu schätzen wissen und gern um die Präzision einer Stoppuhr erweitert sehen, dürfte der Singular hochinteressant sein. (Henning Groeger) www.meistersinger.de
MeisterSinger Singular
| Werk | Valjoux 7750 Automatik | 48 Stunden Gangreserve | Funktionen | Chronograph | Einzeigeruhr mit einfacher Stoppfunktion | 30 Minuten Stoppanzeige | zentraler Stopp-Sekundenzeiger | Gehäuse | Edelstahl | 43 Millimeter Durchmesser | 14,8 Millimeter Höhe | 7-fach verschraubter Glassichtboden | Saphirglas | Wasserdicht bis 5 Bar | Zifferblattfarben | Weiß | Silber | Schwarz | Elfenbein | Sonnenschliff Chocolat | Sonnenschliff Anthrazit | Unverbindliche Preisempfehlung | 2290 Euro |
![]() | Elegant und funktionalDer Seiko Premier Chronograph im UhrentestPremier ist Seikos führende klassische Uhrenkollektion, die vor allem wegen des Zusammenspiels moderner und klassischer Elemente, sowohl im Design als auch bei der Technologie interessant ist. Wir haben den Premier Chronograph getestet. |
Sekundenschritten. In der alltäglichen Anwendung spielt die Hälfte der Funktionen wahrscheinlich eine untergeordnete Rolle, aber das Potential ist vorhanden und technisch überfrachtet ist die Seiko keineswegs. Im
Speziellen ist man mit dem Chronographen vor allem für Zeitabnahmen hervorragend gewappnet. Die Bedienung erschließt sich dabei theoretisch wie praktisch problemlos. | ![]() |

Die 1987 von Klaus Botta gegründete Designschmiede Botta-Design beschäftigt sich vorrangig mit der Gestaltung von elektronischen Geräten, Bürogeräten, Accessoires und Uhren. Da vor allem letztere für Doluxo von Interesse sind, haben wir uns das Modell Tres Automatik geangelt und einem Uhrentest unterzogen.
Armband aus feinem Rindnappa mit vegetabiler Gerbung fühlt sich auf der Haut ausgesprochen angenehm an.
jeweils zwischen Leder- und Edelstahlarmband. Das von uns getestete Modell schlägt mit 690 Euro zu Buche. Interessant dürfte die Uhr vor allem für jene sein, die schlichtes Design in Verbindung mit hoher Funktionalität bevorzugen und dabei auch gern mal abseits des Marken-Mainstreams wildern. (Henning Groeger) www.botta-design.de

Die Tangente ist einer der erfolgreichsten Modellreihen des deutschen Uhrenherstellers Nomos. Sie wird zwar erst seit 1992 produziert, es gibt sie jedoch schon in 19 Ausführungen. Wir entschieden uns die Tangente Datum Gangreserve im Februar einem Tragetest zu unterziehen, um sie nach ihrer Funktionalität, Optik und dem Tragekomfort zu bewerten.
Technisch hebt sich der Zeitmesser durch zwei nützliche Komplikationen von den anderen Modellen der Tangente ab. Zum einen besitzt er ein gut ablesbares Datum auf sechs Uhr, zum anderen eine Anzeige für die verbleibende Gangreserve zwischen zwölf und ein Uhr. Letztere zeigt dem Träger den aktuellen Stand der Gangreserve, die maximal 42 Stunden betragen kann an. Dabei dreht sich die kleine halbgreisförmige Amatur langsam nach rechts und lässt dadurch den schwarzen Bogen zurück gehen.
Für alle die nach einer Alternative zu großen Uhren suchen, kann ich die Uhr auf jeden Fall weiterempfehlen. Sie ist ein zuverlässiger Begleiter und durch ihr unverwechselbares Aussehen auch ein stilvolles Accessoire sowohl für den Herren, als auf für die Dame. Preislich liegt die Uhr bei 1.920 Euro. (Johannes Hauser)www.glashuette.com
Der Oris BC4 Chronograph ist mit seinen 45 Millimetern Gehäusedurchmesser eine große und massive Uhr. Die vielen feinen symmetrisch angeordneten Ziffern und Markierungen lassen sie jedoch nicht klobig wirken, sondern verleihen ihr einen ausgewogenen Touch. Dieser wird zudem durch die fein unterteilte Telemeterskala, die aufgedruckte Struktur auf dem Zifferblatt und die weiße Ziernaht des Lederarmbands verstärkt.![]() | Die Oris BC4 ist robust verarbeitet. So verleihen beispielsweise die vier sichtbaren Schrauben an der Außenlünette dem mehrteiligen Edelstahlgehäuse – zumindest optisch – zusätzliche Stabilität. Im Innern pulsiert ein werkseigenes Uhrenwerk (Oris 674, Basis ETA 7750), welches durch einen automatischen Aufzug in Schwung gehalten wird. Das Lederarmband lässt sich an der Faltschließe exakt und stufenlos einstellen lässt und bietet so einen angenehmen Tragekomfort. |


Die Tag Heuer Carerra Cal. 16 ist eine schöne, klassische Uhr die sich durch ihr interessant gestaltetes Ziffernblatt von vergleichbaren Modellen abhebt. So verleihen die dicken metallenen Kränze um die kleine Minute und Stunde dem Chronographen ein symmetrisches Gleichgewicht.
Doch schon nach dem ersten Tag war die kleine optische (Ent)Täuschung vergessen und mittlerweile gefällt mir die Uhr in Original genauso gut wie auf den Bildern. Besonders schön ist die Datumsanzeige und die laufende kleine Sekunde in ihrem unterteilten Kreis gestaltet. Auch der Sichtboden ermöglicht dem Träger einen eindrucksvollen Einblick in das 16 Kaliber Automatikwerk der Tag Heuer Carerra. Das polierte Edelstahlarmband ist hochwertig verarbeitet und passt sich gut an das Handgelenk an. Nur das Glied nach der Faltschließe schließt nicht rund ab, sondern verleiht dem Armband einen kleinen Knick. Die Schließe funktioniert zuverlässig – wie die gesamte Uhr – und lässt sich bequem öffnen und schließen. www.tagheuer.de | ![]() |

Seit etwa zwei Wochen trage ich die neue Suunto Core an meinem linken Handgelenk und habe in dieser Zeit viel dazu gelernt: Nun weiß ich, dass man es mit dem Fahrrad in 5,34 Minuten in die Arbeit schafft, jedoch für den Heimweg 9,45 Minuten benötigt. Dies liegt an den 28 Höhenmetern die ich auf dem Nachhauseweg vom Stuttgarter Talkessel (241m) in Richtung 211 Grad (SW) überwinden muss.
Jede halbe Stunde wird die Höhe gespeichert und lässt sich später im Menü wieder aufrufen. Im Logbuch wird sie auch als Diagramm anzeigen. Mit einem Durchmesser von knapp 50 Millimetern ist die modische und sportliche Suunto Core ziemlich groß. Der "grobe" digitale Look der Zahlen hat seinen ganz eigenen Charme den andere Uhrenhersteller wie z.B. Armani (Modell: AR0637) bereits aufgegriffen haben. Was mir besonders gut bei der Suunto gefällt, ist ihr schlichtes Design. Es gibt ein großzügiges Digitaldisplay, keine verwirrenden Unterteilungen und Kästchen. Man erkennt und findet alles sofort. Weitere Informationen finden Sie unter www.suunto.com. (Johannes Hauser)

> Gehäuse – gut
Leichter Kunststoff schließt das rechteckige Edelstahlgehäuse in verschiedenen Färbungen ein. Das Band in Orange, Weiß, Schwarz, Militär-Camouflage und Schwarz-Weiß Camouflage gibt es mit schwarzer Edelstahllünette, für das "Karabiner-Modell" mit silberfarbener Lünette gibt es ein schwarzes Wechselband. Verbesserungsvorschag: Warum nicht den Gehäuseboden ergonomisch-konkav formen, damit er sich besser an das Handgelenk anpasst?
> Band – sehr gut
Wie gerade beschrieben gibt es gerade dafür, dass es sich hierbei um eine Outdor-, bzw. Expeditionsuhr handelt, eine äußerst große Bandauswahl. So kann die WS4 jeden Geschmack bedienen. Das Band liegt gut und bequem am Handgelenk, schmiegt sich diesem an und ist leicht mithilfe einer breiten Dornschließe zu fixieren.
> Anzeige/Display – sehr gut
Das digitale Display misst 38 Millimeter x 25 Millimeter bzw. 21 Millimeter (an der schmaleren Seite). Eine einfache Lesbarkeit ist garantiert. Auch das Anzeigen mehrerer Funktionen gleichzeitig, beispielsweise Kompass, Temperatur, Wetter und Uhrzeit funktioniert einwandfrei.
> Sicherheit – gut
Die Widerstandsfähigkeit rührt nicht zuletzt von dem von Kunststoff umgebenen Edelstahlgehäuse. Die Schließe ist vermutlich aus korrosionsbeständigem Edelstahl und sitzt sicher umschlossen an den Bandenden. Die Möglichkeit eines versehentlichen Betätigens der Drücker scheint nicht gegeben. Dass die Uhr nur bis 5 bar wasserfest ist, sollte im hochalpinen oder auf sonstigen Bergen der Welt kein Problem darstellen.
> Komfort – befriedigend
Die Buchstaben WS der WS4 stehen für wide screen. Was auf der einen Seite ein Pluspunkt für die Ablesbarkeit darstellt, zeigt sich beim Komfort als etwas problematisch. Die rechteckige, großzügige Form drückt (zumindest beim persönlichen Tragen) auf den Handgelenkknochen.
>Funktionalität – sehr gut
Absolute Begeisterung und Kaufinteresse schafft diese Uhr. Die Funktionen sind einfach und intuitiv anzuwählen und zu nutzen. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Die Begeisterung teilt die gesamte Gruppe, "Kann diese Uhr auch telefonieren?" Mit der Timex Expedition WS4 scheint alles möglich.
Die WS4 aus der Timex Kollektion Expedition präsentiert sich im Vorfeld (aus Pressetexten und den Informationen auf www.timex.de) als Alles-Könner. Die Funktionen Altimeter (Höhenmesser), Barometer, Kompass, Stoppfunktion, Alarm und Timer sind nur ein Auszug der Fähigkeiten dieser Uhr. | ![]() |
![]() | Nach dreimaliger Betätigung des "mode"-Drückers gelangt man intuitiv auf den Kompass – auch ohne vorher die Bedienungsanleitung gelesen zu haben. Dieser Punkt stellt ein absolutes Plus der Timex WS4 dar – die Bedienfreundlichkeit basiert nicht, wie bei manch anderer Uhr auf langwieriger Vorab-Information, sondern erklärt sich selbst. |

Vom 8. bis 10. Oktober 2010 hat mich die Multifunktionsuhr Timex WS4 auf einen Ausflug in das Allgäu begleitet. Welche Gipfel erklommen wurden und wie sich die Uhr geschlagen hat? In den kommenden Tagen berichte ich in loser Folge über die Praxis-Erfahrung.


Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut hat die Uhrenmarke Sinn ihre Uhren nach Stößen und Vibrationen auf Abweichungen prüfen lassen. Ergebnis: Sehr zufriedenstellend.
Jeweils 30 Minuten und 13 Stunden waren die Modelle 757 Diapal, 900 Flieger, U1000, Frankfurter Finanzplatzuhr 6.000 und 917 starken Stößen und Vibrationen ausgesetzt – was einer Strecke von über 300 Kilometern voll von Schlaglöchern entspricht. Für den Belastungstest waren die Automatik Uhren mit Kunststoffringen am Lenkrad der Testkarosserie befestigt, um die übliche Position am Handgelenk eines Fahrers zu simulieren.

Ganz hervorragend abgeschnitten haben die einzelnen Modelle – die auf den rauen Test folgende Prüfung mit der Zeitwaage ergab Abweichungen in den verschiedenen Lagen (Zifferblatt oben, Zifferblatt unten, Krone unten, Krone links) von maximal -2 bis +6Sekunden.
![]() | Das heißt nach dem Härtetest lief beispielsweise das Modell 900 Flieger in der Lage "Zifferblatt oben" beim 13-Stunden Test 3 Sekunden schneller, in der Lage "Krone links" 4 Sekunden langsamer. |

Die sportliche Segler Uhr der Grand Ocean Kollektion ist prädestiniert für diese Reise. Ziel ist Kopenhagen, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Dort ist das Meer ständiger Begleiter der knapp 520.000 Einwohner. Im noch gefrorenen Wasser des Nyhavn erwarten antike Segelschiffe den Sommerbeginn, genau wie die "lille havfrue" (kleine Meerjungfrau) an der beliebten Langelinie-Promenade.
Das übersichtlich gestaltete Zifferblatt der sportiven Schweizer Armbanduhr beherbergt zwei Triptychen – die Tagesanzeige in Großbuchstaben erstreckt sich in einer geschwungenen Linie von acht bis ein Uhr. Das Datum wurde auf drei Uhr platziert. Beide Anzeigen informieren jeweils über Vor- und Folgetag, der aktuelle Tag bzw. das aktuelle Datum wird mittig angezeigt.

Es gibt viel zu sehen, folglich gilt es Tag, Datum und natürlich Uhrzeit stets im Auge zu behalten. Dies ist bei der Edox 83006 3 AIN kein Problem – großzügige 45 Millimeter Gehäusedurchmesser garantieren einfaches Ablesen der Zeit – auch beim Fahrrad fahren. Das nimmt in Kopenhagen einen sehr hohen Stellenwert ein. Praktischer Test: Bei 22 km/h auf dem Weg zum Amalienborg Slot, dem Sitz der dänischen Königsfamilie, ist ein problemloses Ablesen der Zeit möglich.
Auch die in der Sonne reflektierenden, silbernen Applikationen und Zeiger weisen sicher durch den Tag.

Nicht umsonst trägt das Modell den Beinamen Segler Uhr – eine 15-strahlige, plastisch ausgearbeitete Windrose auf dem versilberten Zifferblatt unterstreicht den Charakter. So fühlt man sich auf der Insel Holmen mit der Grand Ocean nicht fehl am Platz.
Die Edox 83006 3 AIN der Grand Ocean Kollektion überzeugte im Test. Haptische Defizite lässt der sympathische Reisebegleiter dank schöner Optik und präziser Funktionalität vergessen.
> Gehäuse und Glas – sehr gut
Besonders schön ist der Gehäuseboden, welchen eine Weltkarte ziert. An der Stelle Nordamerikas gibt ein Sichtfenster einen Blick auf die Unruh frei. Durch die wohlgeformten Bandanstöße gelingt die harmonische Material-Komposition zwischen Edelstahlgehäuse und Kautschuk-Band.
> Band – gut
Aus schwarzem Kautschuk gefertigt mit dynamischer Musterung und innenliegenden Schriftzügen "EDOX" und "Grand Ocean". Die Butterfly-Faltschließe kann problemlos von Hand auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.
> Anzeige, Zifferblatt und Zeiger – sehr gut
Gelungene Farbgebung und einwandfreie Ablesbarkeit sind sicher. Die rote Pfeilspitze des Sekundenzeigers ist Farbtupfer auf dem ansonsten in Silber-Nuancen gehaltenen Zifferblatt.
> Werk – gut
Das Kaliber 83 basiert auf dem 2834 ETA Werk, das seit 1974 produziert wird. Solides Standard Werk, das in eine Vielzahl an Uhren eingesetzt wird. Funktionen sind Stunde, Minute, Sekunde, Tag und Datum.
> Sicherheit – gut
Die 83006 3 AIN verfügt über eine Wasserdichtigkeit bis 10 atm, ist somit zum Schwimmen geeignet – Mindest-Voraussetzung für eine Segler Uhr. Weitere Sicherheit bietet die doppelt verschraubte Krone.
> Kronenbedienung – befriedigend
Zwar gibt es nur zwei Kronenpositionen, das Einstellen von Tag und Datum benötigte jedoch einige Minuten. Beim zweiten Mal ohne Probleme.
> Komfort – ausreichend
Bei kleinen Handgelenken verschiebt sich die Schließe auf die Seite des Handgelenks, da nur ein Element der Schließe eingestellt werden kann. Der Drücker des Öffnungsmechanismus ist zu groß proportioniert und beeinträchtigt den Tragekomfort.
| EDELMETALLKURSE (Stand 21.02.2012) | |
| Gold (€/g): | 46,84 |
| Palladium (€/g): | 18,40 |
| Platin (€/g): | 42,50 |
| Silber (€/kg): | 957,70 |
| Rhodium (€/kg): | 4085,00 |
(Preisangaben ohne Gewähr) | |
