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Für alle Fälle

Der multifunktionale Trekk Master von Roamer

Der Trekk Master ist Roamers Uhr für die weite Welt da draußen, prädestiniert insbesondere für Outdoor-Aktivitäten. Wir haben uns mit ihm in Stuttgarts Wildnis gewagt.
Das Design des Allrounders gibt sich betont sportlich und technisch. Die meisten der Zusatzfunktionen werden über zwei zentrale Displays kommuniziert. Darüber ziehen die pfeilförmigen Zeiger für Minuten und Stunden ihre Kreise. Zur Auswahl stehen sechs Farbvarianten, wobei die Versionen mit orangefarbenem sowie mit leuchtend blauem Band optisch deutlich hervorstechen. Speziell Letztere gibt mit ihrer kühlen Dynamik einen echten Blickfang ab und drängte sich damit förmlich als Testmodell auf.
Beim Anlegen stellt  sich  unweigerlich  die  Frage,  wie  sich  das  stattliche  Gehäuse  mit  seinen 47 Millimetern

Durchmesser ans durchschnittliche Handgelenk anzuschmiegen gedenkt. Und tatsächlich geschieht dies überraschend geschmeidig. Zwar umgreift das Kautschukband des nagelneuen Modells den Arm zu Beginn recht streng, hinterlässt kleine Spuren in Form fein gemusterter Druckstellen, nach wenigen Stunden hat sich das Band jedoch gänzlich angepasst und trägt sich fortan völlig unauffällig. Dabei kommen dem Trekk Master besonders die ergonomisch geformten Bandanstöße zugute, welche die Uhr frei von Ecken und Kanten regelrecht ans Handgelenk ziehen und für festen Halt und gleichzeitigen Komfort sorgen. Krone und Drücker sind ins Gehäuse zurückgezogen und kommen dem Träger bei Handbewegungen nie unangenehm ins Gehege. Ihre flächigen Formen sorgen zudem dafür, dass die Bedienung selbst unter widrigen Umständen schnell und unproblematisch erfolgen kann.
Und zu bedienen gibt es einiges. Denn charakteristisch für den Trekk Master ist seine beachtliche Fülle an Funktionen. Datum, zweite Zeitzone, Höhenmeter, Alarm, Barometer, Kompass, Thermometer, Stoppuhr und Chronometer lassen sich allesamt einfach über Krone und  Drücker  abrufen.  Die  Komplexität  ist   auf   intuitive  Bedienschritte

reduziert, das Prinzip erschließt sich nach nur kurzer Zeit. Für einen kleinen Augenschmaus sorgen dabei der Minuten- und der Stundenzeiger, welche beim Umstellen der Anzeige willfährig ihre Position verändern, um einige Momente lang den Blick auf die Displays freizugeben. Aktiviert man den Kompass, richten sich beide gar parallel auf einer Linie aus, deren Pfeil nach Norden zeigt – heiß. Interessante Features sind auch der erwiesenermaßen präzise Höhenmeter und die kleine Wetterstation in Form von Barometer und Thermometer. Mit einer derart umfangreich ausgestatteten Multifunktionsuhr kann es unterwegs kaum langweilig werden, es findet sich schließlich immer ein Umweltzustand, welcher der Messung bedarf. Kleinere Abstriche müssen jedoch bei der Ablesbarkeit der Displays gemacht werden, die mitunter einen etwas zu schwachen Kontrast bieten. Dafür aber lässt sich die Anzeige bei widrigen Sichtbedingungen komplett in sanftem Blau ausleuchten. Die auffälligen, pfeilförmigen Zeiger und großzügig proportionierten Indexe stechen ohnehin jederzeit hervor, zumal sie großflächig mit Leuchtmasse versehen sind.
Bei Outdoor-Modellen sind nicht zuletzt solide Nehmerqualitäten gefragt, über welche der Trekk Master offensichtlich zur Genüge verfügt. Das Edelstahlgehäuse ist mit kratzfestem Saphirglas abgeschlossen und an den Seiten zusätzlich durch Kautschuk geschützt. Die Wasserdichtigkeit von 5 bar ist grundsätzlich ausreichend, macht selbst den ein oder anderen Badeausflug möglich, wobei es natürlich an Druckresistenz bei sportlichen Modellen prinzipiell kaum genug sein kann. Zweifel bezüglich der Robustheit und Zuverlässigkeit des Modells kamen während des Tests nie auf, wozu auch der starke Halt am Handgelenk beitrug, welcher jederzeit den beruhigenden Eindruck vermittelt, einen kompakten, soliden Zeitmesser zu tragen.
Der Preis von immerhin 549 Euro für das Testmodell irritiert hingegen im ersten Moment ein wenig. Bedenkt man jedoch den außerordentlichen Funktionsumfang, die qualitativ hochwertige Verarbeitung und das prestigeträchtige Label "Swiss Made", liegt er in einem angemessenen Rahmen. Wer also eine multifunktionale, robuste und präzise Quarzuhr sucht, die für fast jeden Spaß zu haben und dabei zuverlässig ist, kann die Investition in den Trekk Master getrost in Erwägung ziehen. (Henning Groeger)  www.roamer.ch




Zuhause in der Fremde

Der Timex Expedition Flyback Chrono

Eine der Herbstneuheiten von Timex ist der Expedition Flyback Chrono, der prompt unsere Aufmerksamkeit erregte. Schon der Blick auf das Zifferblatt mit seinen sechs Zeigern und zahlreichen Skalen verspricht, dass es hier einiges zu entdecken gibt.

So wartet das Modell mit einem stattlichen, aber schlüssigen Funktionsumfang auf. Die verschiedenen Anwendungen stehen allesamt im Kontext der Mobilität. Dank der Flyback-Funktion können die Zeiger während eines laufenden Stoppvorgangs mit einem einzigen Druck auf Null gestellt und wieder gestartet werden. Derartiges Zusammenfassen einzelner Schritte (Stoppen – Nullstellen – Starten) wird vor allem beim Messen von schnell aufeinanderfolgenden Zwischenzeiten relevant, wo es für erhöhte Präzision sorgt und dabei die Fingerkuppe schont. Besonderer Beliebtheit erfreut sich diese praktische Funktion bei Flugzeugpiloten, die sie früher sogar zur Navigation einsetzten.
Auf Reisen erweist sich die zweite Zeitzone als überaus hilfreich, die unkompliziert über die Uhrzeit am Heimatort informiert. Sollte man in der Fremde hingegen hoffnungslos vom Weg abgekommen sein, erspart einem der dank des programmierbaren Deklinationswinkels hochpräzise Kompass das Absuchen der Bäume nach der bemoosten Wetterseite. Dieser lässt sich intuitiv bedienen, die Einstellung der zweiten Zeitzone erschließt sich hingegen erst nach einigem Probieren bzw. dem Studium der Bedienungsanleitung.
Dass die Übersichtlichkeit nicht unter dem Anzeigen-Ensemble  leidet,  ist  vor  allem  den  dezent  eingepassten

Anzeigen des Chronographen zu verdanken. So sind die Zähler für gestoppte Minuten und Stunden bogenförmig in der Peripherie des Zifferblatts angeordnet. Darüber heben sich die angenehm langgezogenen Zeiger mit orangenen    Farbelementen    vom    Hintergrund    ab.    Übersichtlichkeit    und     Ablesbarkeit     bei   schlechten

Sichtbedingungen garantiert zudem ein exklusives Feature. Neben den mit Leuchtmasse versehenen Zeigern, lässt die Indiglo®-Zifferblattbeleuchtung den kompletten Hintergrund der Anzeige auf Knopfdruck dezent glimmen, wodurch in tiefschwarzer Nacht selbst Details sichtbar werden.
Kleine Abstriche müssen hingegen beim Tragekomfort gemacht werden. Auch wenn man es ihm kaum ansieht, ist das Gehäuse mit einem Durchmesser von 44 Millimetern relativ stämmig. In Verbindung mit dem vergleichsweise schmalen und glatten Lederband, wollte das Gefühl, eine kompakte, fest arretierte Einheit am Handgelenk zu tragen, nicht recht aufkommen. Besonders bei bewegungsintensiven sportlichen Aktivitäten kann das schnell   als   störend   empfunden   werden.  Speziell  dafür

kommt daher die ebenfalls erhältliche, schwarze Variante mit Silikonarmband als individuell bessere Wahl in Betracht.
Fazit: Das Testmodell ist ein flexibler Allrounder mit einem schlüssigen funktionalen Gesamtkonzept, offenbart allerdings leichte Defizite im Tragekomfort. Ihre Robustheit und die Features machen die Uhr vor allem für diverse Outdoor-Aktivitäten und Reisen zum idealen Begleiter. Angesichts des fairen Preises von 179 Euro steht der Expedition mit dem Flyback Chrono also nichts im Wege.  (Henning Groeger)  www.timex.de  


Timex Expedition Flyback Chrono
| Werk | Quarz | Funktionen | Flyback Chronograph | elektronischer Kompass | zweite Zeitzone | Datumsanzeige | Gehäuse | Edelstahl | 44 Millimeter Durchmesser | Wasserdicht bis 10 bar | Zifferblatt | Schwarz oder Weiß | Leuchtmasse auf Indexen und Zeigern | INDIGLO®-Zifferblattbeleuchtung | Armband | wasserabweisendes Lederarmband | schwarzes Silikonarmband | Unverbindliche Preisempfehlung | 179 Euro |




Stämmiger Sportler

Die CPT 2012 von Baldessarini


Das Modelabel Baldessarini hat sich ganz der Ausstattung von Herren mit authentischen und bisweilen eigenwilligen Accessoires verschrieben. Zum Portfolio gehören mittlerweile auch Armbanduhren des mittleren Preissegments. Wir haben eines der besonders sportlichen Modelle einem Test unterworfen, die CPT 2011, benannt nach dem Flughafen von Kapstadt.  
Auf den ersten Blick wirkt der Zeitmesser stabil wie aus einem Guss. Ein Eindruck, den schon das wuchtige 44 Millimeter große Gehäuse aus Edelstahl vorgibt und der durch die acht auffälligen Schraubenköpfe der Lünette weiter verstärkt wird. Spannend ist das Zusammenspiel aus runden  und  eckigen  Formen, wobei insbesondere

der Kontrast zwischen dem Zifferblatt, den oval geformten Drückern und den kantigen Bandanstößen ins Auge fällt. Insgesamt orientiert sich das designerische Konzept an sportlichen Klassikern wie Audemars Piguets Royal Oak, interpretiert diese Formsprache aber auf für das Label typische Weise neu.
Das Anlegen der "Cape Town" ist dank der breiten Dorschließe aus Edelstahl und den großzügig ausgestanzten Löchern ohne Hakeleien schnell und bequem erledigt. Sofort kommt das beruhigende Gefühl auf, hier etwas besonders Robustes am Arm zu tragen. Denn immerhin 130 Gramm bringt die Uhr trotz des sportlich-leichten Kautschukarmbands auf die Waage. Einmal  ordentlich   festgezurrt,   gibt  dieses  perfekten  Halt

und stabilisiert zusammen mit dem unauffällig aufliegenden Gehäuse das Handgelenk angenehm.
Auf dem Zifferblatt tummeln sich hinter gehärtetem Mineralglas verschiedene Zusatzfunktionen. Neben der Stoppuhr, die bei Bedarf bis zu 12 Stunden abmessen kann, unterstreichen kleine Sekunde, Datumsfenster und Tachymeterskala die sportliche Ausrichtung des Zeitmessers. Die weißen Indexe heben sich deutlich vom schwarzen Hintergrund ab, liegen aber stellenweise so dicht beieinander, dass die Übersichtlichkeit darunter leidet. Der grüne Zeiger der Stoppuhr hingegen setzt dezent farbliche Akzente und ist der Ablesbarkeit damit sehr zuträglich. Dank breiter, länglich geformter Drücker und solide gearbeiteter, griffiger Krone ist auch die Bedienung der Funktionen jederzeit komfortabel. Diese entspringen erwartungsgemäß einem Quarzwerk, welches zuverlässig arbeitet und für präzise Messwerte sorgt.
Fazit: Das Modell wirkt, als wäre es fast jeder sportlichen Aktivität gewachsen. Eine Einschätzung, die durch eine geprüfte Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern bestätigt wird. Sollte sich der Zeitmesser im Alltagsgebrauch als so robust erweisen, wie Materialwahl und Ersteindruck versprechen, dürfte die unverbindliche Preisempfehlung von knapp 400 Euro völlig in Ordnung gehen. Denn die CPT 2011 ist eine maskuline, ausgesprochen solide verarbeitete Herrenuhr, die vielseitig und für praktisch jedes Abenteuer zu haben ist. (Henning Groeger)  www.baldessarini.com




Der Wandelbare

Der Modular Chrono von B. Junge & Söhne

Die Marke B. Junge & Söhne wurde 2010 wiederbelebt, nachdem sie bereits zum Fin de siècle einige Jahre durch die Herstellung präziser Taschenuhren auf sich aufmerksam machte, dann aber in einen Dornröschenschlaf fiel. Damals wie heute standen vor allem die Individualisierungswünsche der Kunden im Vordergrund. 2011 werden diese durch das modulare System ermöglicht, welches auch in den von uns getestete Modular Chrono integriert ist.  
Eine kleine Überraschung folgt gleich auf den ersten Blick. Entgegen üblicher Erfahrungswerte wirkt die Uhr in natura  weitaus  wertiger  als  auf  den  zuvor  gesichteten  Abbildungen.  Das  flächige, klar strukturierte  Zifferblatt

entfaltet eine angenehm dezente Tiefenwirkung. Der sparsame Einsatz von Zahlenindexen und die Aussparungen an Stunden- und Minutenzeiger sorgen für weitere Übersichtlichkeit und geben dem Modell einen zurückhaltenden und elegant-technischen Charakter. Relativ scharfe Kanten, Ecken und Linien prägen den Übergang vom runden Gehäuse zum Armband. Das stößt, wie bisweilen zu lesen ist, nicht überall auf Gegenliebe. Insbesondere beim Tragen am Handgelenk zeigt sich aber, dass die  Gestaltung  der Bandanstöße

keinen Bruch im optischen Konzept darstellt. Im Gegenteil, die Uhr wirkt am Arm als kompakte Einheit wie angegossen.
So lässt sich auch der Tragekomfort beschreiben. Gehäuse, Bandansätze und die Drücker-Faltschließe machen sich nie unangenehm bemerkbar, hinterlassen keine Druckstellen. Das bei den Uhren von B. Junge & Söhne obligatorische Kalbslederarmband fühlt sich angenehm geschmeidig an. Unproblematisch ist auch die Bedienung. Die großen Drücker erweisen sich als überaus praktisch, schränken aber bisweilen die Erreichbarkeit der Krone etwas ein.
Ein Alleinstellungsmerkmal der B. Junge & Söhne Uhren ist das sogenannte "modulare System". Mittels optional erhältlicher  Komponentensets  lässt  sich  das  Aussehen  der  Uhren   durch   den   Austausch   einzelner   Teile

je nach Laune variieren. Ganz ohne Werkzeug. Dabei erweist sich die Handhabung des Systems in der Praxis auch für tendenzielle Grobmotoriker mit wenig Übung als unproblematisch, solange man sich nicht freihändig daran versucht. Denn anstatt die Uhr in der einen Hand zu halten und währenddessen mit der anderen an Spannring oder Lünette zu werkeln, sollte man den  Zeitmesser  unbedingt   auf

eine ebene, glatte Fläche legen. Dann lassen sich die jeweiligen Elemente einfach aufsetzen und ohne Kraftanwendung mit der Fingerkuppe leicht andrehen. Das Feingewinde fasst automatisch, während die minimale Gewindesteigerung für eine hohe Selbsthemmung sorgt und somit nur ganz moderates Anziehen vonnöten ist. Die filigranen Rückmeldungen, welche das System während dieser Prozedur gibt, sind ein haptisches Erlebnis für sich und lassen keinen Zweifel an dessen hochwertiger und exakter Verarbeitung aufkommen.  
250 Euro schlagen für das Komponentenset zu Buche und erscheinen ob der darin enthaltenen Gestaltungsmöglichkeiten als angemessen – so man denn überhaupt Bedarf an einer Variation des Designs hat. Unabhängig davon punktet der Modular Chrono vor allem durch den hochwertigen Gesamteindruck, das eigenständige Design und die ausgereifte Mechanik. Im Inneren arbeitet das zuverlässige Kaliber MU 9408 von Mühle-Glashütte mit Spechthals-Feinregulierung und Glashütter Dreiviertelplatine. Ein starkes Argument ist auch der attraktive Preis von 2.290 Euro, welcher den Modular Chrono angesichts des gebotenen Gesamtpakets mehr als eine Überlegung wert sein lässt.  (Henning Groeger)   www.bjunge-soehne.de

B. Junge & Söhne Modular Chrono Ref. 9000014
| Werk | Mühle-Glashütte Kaliber MU 9408 | 48 Stunden Gangreserve | Gehäuse | Edelstahl | 42,4 Millimeter Durchmesser | 14 Millimeter Höhe | Wasserdicht bis 10 bar | Saphirglas beidseitig | Zifferblatt | Lack braun | Messingzeiger vernickelt | Superluminova GL auf Indexen und Zeigern | Armband | Kalbsleder | Drücker-Faltschließe Edelstahl | Unverbindliche Preisempfehlung | 2.290 Euro | Komponentenset 250 Euro |





Elegante Entschleunigung

Der MeisterSinger Singular im Test

Mit dem Singular verfolgt MeisterSinger das Konzept der Einzeigeruhr weiter. Die Zeitbestimmung erfolgt dabei über einen einzigen zentralen Zeiger. Jeder Index der Skala steht für fünf Minuten. Stunden-  Halbstunden- und Viertelstundenindices sind zwecks erleichterter Ablesbarkeit hervorgehoben. Ein scharfer Blick und ein Hauch Erfahrung ermöglichen es somit, die Zeit auf bis zu einer Minute genau zu bestimmen. Im Alltag zeigt sich, dass eine genauere Bestimmung normalerweise selten vonnöten ist. Wo es um exaktere Zeitangaben geht – an der Haltestelle etwa oder bisweilen am PC – fallen ohnehin zumeist automatisch externe Anzeigen ins Auge, welche über relevante Zeitintervalle informieren.
Wohl aber weiß man diese Entschleunigung bald zu schätzen. Der gemächlich über das Zifferblatt wandernde Zeiger  strahlt  Gelassenheit  aus,  verbildlicht  die  Hoffnung,  dass  die  Zeit  doch  nicht  so unkontrolliert schnell

vergeht, wie es einem bisweilen vorkommt. Ein schöner Gegenentwurf zur alltäglichen Hektik.
Bei Bedarf bietet der Singular aber auch Beschleunigung. Die Stoppuhr-Funktion mit Nadelzeiger zur Sekundenmessung sowie kleiner 30 Minuten-Anzeige ermöglicht präzise Zeitmessungen und fügt sich harmonisch in das Design ein.
Dieses ist überhaupt sehr stimmig. Der schokoladenbraune (links die Anthrazit-Variante) Sonnenschliff des Zifferblatts unseres Testmodells ist ein Augenschmaus, reflektiert das Licht auf zurückgenommen elegante Weise und unterstreicht den gelassenen Charakter des Zeitmessers. Im Zusammenspiel mit den weißen Zeigern und den fein proportionierten Indices ergibt sich ein hochwertiger optischer Gesamteindruck, der durch das gewölbte Saphirglas und das farblich passende Kalbslederarmband mit Krokoprägung unterstrichen wird. Auch von der Rückseite betrachtet, macht der Singular einen eleganten Eindruck. Durch den Glasboden des Edelstahlgehäuses lässt sich die filigrane Mechanik des Valjoux-Werks beobachten, dessen Schwungmasse das MeisterSinger-Logo ziert.
Keine Wünsche lässt der Tragekomfort offen. Die Uhr sitzt wie angegossen, es entstehen beim Tragen keinerlei Irritationen. Das Armband wird mittels Dornschließe arretiert. Mit gut 110 Gramm Gewicht fühlt sich die MeisterSinger am Handgelenk unaufdringlich, aber präsent an, wobei  die  Proportionen  des  Gehäuses  bei  der  ersten Sichtung in

natura überraschten – der Singular ist mit 14,8 Millimeter Höhe kräftiger, als es Fotos vermuten lassen. Hier hätte möglicherweise etwas weniger Höhe besser zum ansonsten sehr dezenten Auftritt gepasst. Allerdings ergeben sich dadurch praktische Vorteile. So drückt die Krone nie auf den Handrücken und lässt sich problemlos bedienen, ohne die Uhr dafür extra abnehmen zu müssen.
Fazit: Der Singular ist ein schlichtweg schöner, eleganter und qualitativ hochwertiger Zeitmesser, dem ein interessantes Konzept zugrunde liegt. Die sich aus der Einzeiger-Lösung ergebende "Gelassenheit des Zeitablesens" ist sicher nicht jedermanns Sache. Für jene aber, die sie zu schätzen wissen und gern um die Präzision einer Stoppuhr erweitert sehen, dürfte der Singular hochinteressant sein. (Henning Groeger) www.meistersinger.de


MeisterSinger Singular
| Werk | Valjoux 7750 Automatik | 48 Stunden Gangreserve | Funktionen | Chronograph | Einzeigeruhr mit einfacher Stoppfunktion | 30 Minuten Stoppanzeige | zentraler Stopp-Sekundenzeiger | Gehäuse | Edelstahl | 43 Millimeter Durchmesser | 14,8 Millimeter Höhe | 7-fach verschraubter Glassichtboden | Saphirglas | Wasserdicht bis 5 Bar | Zifferblattfarben | Weiß | Silber | Schwarz | Elfenbein | Sonnenschliff Chocolat | Sonnenschliff Anthrazit | Unverbindliche Preisempfehlung |  2290 Euro |





Elegant und funktional

Der Seiko Premier Chronograph im Uhrentest

Premier ist Seikos führende klassische Uhrenkollektion, die vor allem wegen des Zusammenspiels moderner und klassischer Elemente, sowohl im Design als auch bei der Technologie interessant ist. Wir haben den Premier Chronograph getestet.
Gleich auf den ersten Blick fällt das gelungene Design des Zifferblatts auf. Anleihen hierfür wurden bei klassischer Architektur und Art Déco genommen. Zeigerform und Indizes der Minuten- und Stundenanzeige sind optimal aufeinander abgestimmt, sorgen für Übersicht und gute Ablesbarkeit. Alle Linien scheinen nach innen zu streben, zudem entwickelt sich eine angenehme optische Tiefenwirkung. Die Komplikationen umfassen große Datumsanzeige, kleine Sekundenanzeige, Stoppuhr-Minutenanzeige und 24-Stundenanzeige. Hinzu      kommt     der    große Zeiger   für    die     Stoppfunktion    in    1/5

Sekundenschritten. In der alltäglichen Anwendung spielt die Hälfte der Funktionen wahrscheinlich eine untergeordnete Rolle, aber das  Potential  ist vorhanden  und technisch überfrachtet ist die Seiko keineswegs. Im

Speziellen ist man mit dem Chronographen vor allem für Zeitabnahmen hervorragend gewappnet. Die Bedienung erschließt sich dabei theoretisch wie praktisch problemlos.  
Das Lederarmband wird mittels einer Faltschließe fixiert. Faltschließen haben gegenüber Dornschließen verschiedene Vor- und Nachteile, die mit der Beschaffenheit von Gehäuse und Armband variieren. Eine größere Rolle spielen in dieser Frage ohnehin individuelle Vorlieben. Ich bevorzuge im Zweifelsfall Lederarmbänder mit Dornschließen. Entsprechend hinterließ der ungewohnte Verschluss der Seiko am Handgelenk auch die ein oder andere kleine Druckstelle. Insgesamt gibt es aber am Tragekomfort der Uhr nichts auszusetzen. Die Proportionen stimmen, sie liegt gut an, ist relativ leicht sowie einfach an- und abzulegen.
Für Alltagstauglichkeit ist also gesorgt. Zudem ist die Seiko wasserdicht bis 10 bar, das Edelstahlgehäuse mit Saphirglas robust und die Batterie muss lediglich alle fünf  Jahre gewechselt werden. Das Modell mit Lederarmband liegt preislich bei 489 Euro, die Variante mit Edelstahlarmband bei 499 Euro. Dafür bekommt man einen klassisch designten, zuverlässigen und funktionalen Chronographen, der obendrein komfortabel und genügsam ist. (Henning Groeger)  www.seiko.de




Reduktion auf das Wesentliche

Die Tres Automatik von Botta-Design


Die 1987 von Klaus Botta gegründete Designschmiede Botta-Design beschäftigt sich vorrangig mit der Gestaltung von elektronischen Geräten, Bürogeräten, Accessoires und Uhren. Da vor allem letztere für Doluxo von Interesse sind, haben wir uns das Modell Tres Automatik geangelt und einem Uhrentest unterzogen.

Gleich auf den ersten Blick ist klar, dass hier Reduktion auf das Wesentliche angesagt ist. Das eierschalenfarbene  Zifferblatt mit schwarzen Indizes und Zeigern – die Ausnahme ist der rote Sekundenzeiger – ist gänzlich auf Übersichtlichkeit und Funktionalität ausgelegt. Einzige Komplikation ist das kleine Fensterchen mit Datumsanzeige über der Sechs. Somit ist gute Ablesbarkeit auch unter widrigen Umständen garantiert. Optimal, wenn der Blick zur Uhr einzig der schellen Zeitbestimmung und nicht dem Eruieren von Höhenmetern oder Mondphasen dient.  
Am Handgelenk macht die Tres Automatik einen eleganten, klassischen Eindruck. Das Gehäuse hat einen soliden Durchmesser von 42 Millimetern. Das großflächige Zifferblatt lässt die Uhr in Verbindung mit dem dezenten braunen Lederarmband sogar noch größer wirken. Dank des zurückhaltenden Designs ist die Tres für so ziemlich alle Anlässe prädestiniert – vom formellen Empfang bis zum Sonntagsspaziergang. Wichtigste Ausnahme: Sportlichen Charakter hat das Modell augenscheinlich nicht, ist zudem ein wenig Wasserscheu. Einem Druck von bis zu 3 bar hält es stand.
Am Tragekomfort gibt es nichts auszusetzen, nachdem man sich mit dem anfangs etwas sperrig wirkenden Gehäuse arrangiert hat. Auch  ist die  Uhr  relativ  leicht,  bringt  lediglich  60  Gramm  auf  die  Waage. Das

Armband aus feinem Rindnappa mit vegetabiler Gerbung fühlt sich auf der Haut ausgesprochen angenehm an.

Mit zwei weiteren Highlights wartet die Uhr auf. Zum einen der gläserne Gehäuseboden, durch den sich das unermüdliche Schweizer Werk ETA 2824-2 beim Arbeiten beobachten lässt. Zum anderen ein Feature, welches die ohnehin gute Ablesbarkeit und Ästhetik beflügelt. Die Rückseiten des Stunden-und Minutenzeigers sind mit dem Leuchtstoff Super Luminova belegt. Bei Helligkeit laden sich die Zeiger-Rückseiten über das vom Blatt reflektierte Licht auf und geben es bei Dunkelheit wieder ab. Das Ergebnis ist eine sanft leuchtende Aura rings um die Zeiger. Ein harmonischer Lichtblick im Dunkeln.  
Die  Tres  Automatik  ist  in  vier  Farbkombinationen  erhältlich. Gewählt werden  kann

jeweils zwischen Leder- und  Edelstahlarmband. Das von uns getestete Modell schlägt mit 690 Euro zu Buche. Interessant dürfte  die Uhr vor allem für jene sein, die schlichtes Design in Verbindung mit hoher Funktionalität bevorzugen und dabei auch gern mal abseits des Marken-Mainstreams wildern. (Henning Groeger)  www.botta-design.de




Klein aber fein

Nomos Tangente im Test

Die Tangente ist einer der erfolgreichsten Modellreihen des deutschen Uhrenherstellers Nomos. Sie wird zwar erst seit 1992 produziert, es gibt sie jedoch schon in 19 Ausführungen. Wir entschieden uns die Tangente Datum Gangreserve im Februar einem Tragetest zu unterziehen, um sie nach ihrer Funktionalität, Optik und dem Tragekomfort zu bewerten.

Dass die Uhr mit einem Durchmesser von 35 Millimetern eher zierlich ausfallen würde war mir bewusst. Aber als ich die Uhr zum ersten Mal sah war ich trotzdem überrascht. Da ich persönlich eher größere Uhren bevorzuge, fiel es mir anfangs schwer, die Unisex-Uhr zu tragen. Nichtsdestotrotz ist die Uhr ein wirklich schönes Designobjekt. So fallen einem gleich die sechs Ziffern und Indexe auf, die zusammen den äußeren Rahmen des reduzierten Zifferblatts bilden. Für eine farbliche Nuance sorgen die temperaturgebläuten Zeiger. Auf der Rückseite bietet ein entspiegeltes Saphirglas den Einblick in das Werk der Nomos Glashütte Tangente. Typisch für diese Modellreihe sind auch die elegant geschwungenen Bandansätze aus Edelstahl. Sie ermöglichen es der Uhr, sich ergonomisch an das Handgelenk anzuschmiegen. So ist das Tragegefühl sehr angenehm, da man die 6,6 Millimeter flache Uhr kaum spürt und es zu keinen unangenehmen Druckstellen am Handgelenk kommt.

Technisch hebt sich der Zeitmesser durch zwei nützliche Komplikationen von den anderen Modellen der Tangente ab. Zum einen besitzt er ein gut ablesbares Datum auf sechs Uhr, zum anderen eine Anzeige für die verbleibende Gangreserve zwischen zwölf und ein Uhr. Letztere zeigt dem Träger den aktuellen Stand der Gangreserve, die maximal 42 Stunden betragen kann an. Dabei dreht sich die kleine halbgreisförmige Amatur langsam nach rechts und lässt dadurch den schwarzen Bogen zurück gehen.  
Für alle die nach einer Alternative zu großen Uhren suchen, kann ich die Uhr auf jeden Fall weiterempfehlen. Sie ist ein zuverlässiger Begleiter und durch ihr unverwechselbares Aussehen auch ein stilvolles Accessoire sowohl für den Herren, als auf für die Dame. Preislich liegt die Uhr bei 1.920 Euro. (Johannes Hauser)www.glashuette.com




Sportlicher Begleiter

Der Oris BC4 Chronograph im Test

Der Oris BC4 Chronograph ist mit seinen 45 Millimetern Gehäusedurchmesser eine große und massive Uhr. Die vielen feinen symmetrisch angeordneten Ziffern und Markierungen lassen sie jedoch nicht klobig wirken, sondern verleihen ihr einen ausgewogenen Touch. Dieser wird zudem durch die fein unterteilte Telemeterskala, die aufgedruckte Struktur auf dem Zifferblatt und die weiße Ziernaht des Lederarmbands verstärkt.

Die Oris BC4 ist robust verarbeitet. So verleihen beispielsweise die vier sichtbaren Schrauben an der Außenlünette dem mehrteiligen Edelstahlgehäuse – zumindest optisch – zusätzliche Stabilität. Im Innern pulsiert ein werkseigenes Uhrenwerk (Oris 674, Basis ETA 7750), welches durch einen automatischen Aufzug in Schwung gehalten wird. Das Lederarmband lässt sich an der Faltschließe exakt und stufenlos einstellen lässt und bietet so einen angenehmen Tragekomfort.
Natürlich spielt aber auch, vor allem bei einer Fliegeruhr, die Funktionalität eine große Rolle. Diese wird bei dem Oris BC4 Chronograph  zum einen durch eine gute Ablesbarkeit und zum anderen wegen der zuverlässigen Bedienung gewährleistet. So sind die Skalen und Armaturen beschriftet, die Zeiger und Indexe mit einem sich schnell im Tageslicht aufladendem Leuchtstoff (Superluminova BG W9) versehen. Die Oris Quick Lock Sicherheitskrone ist verschraubt und muss erst gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden, um sie zu lösen. Ist dies geschehen befindet man sich in der Aufzugsstellung. Bei weiterem Herausziehen folgen die Position zur Datumseinstellung und dann die zur Zeiteinstellung. Wegen der relativ großen Krone und der Distanz zum Gehäuse lassen sich alle Positionen sehr angenehm und komfortabel bedienen.
Der Oris BC4 Chronograph ist empfehlenswert. Das Modell wirkt groß aber nicht protzig, kombiniert sportliches mit elegantem Design und eignet sich daher sowohl zum Fahrradfahrern als auch in Kombination mit einem Anzug im Geschäft. (Johannes Hauser)  www.oris.ch






Der edle Bolide

Die Tag Heuer Carerra Cal. 16 im Test


Die Tag Heuer Carerra Cal. 16 ist eine schöne, klassische Uhr die sich durch ihr interessant gestaltetes Ziffernblatt von vergleichbaren Modellen abhebt. So verleihen die dicken metallenen Kränze um die kleine Minute und Stunde dem Chronographen ein symmetrisches Gleichgewicht.

Als ich die Uhr letzten Monat entgegennahm, war ich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht, da ich mir den Chronographen voluminöser vorgestellt hatte. Anders als auf den Presse-Bildern fehlen die plastische Tiefenwirkung und der Kontrast des Zifferblattes. Dieses ist nicht so dunkel wie auf den Bildern und die Markierungen und Zeiger sind nicht weißlich und plastisch gewölbt, sondern silbern und

flach. Trotz der optisch recht große Distanz zwischen Saphierglas und Zifferblatt wirkt der Chronograph eher reduziert und "zweidimensional". Fairerweise muss man aber auch anmerken, dass das Original einer Uhr immer von seiner Fotografie abweicht.

Doch schon nach dem ersten Tag war die kleine optische (Ent)Täuschung vergessen und mittlerweile gefällt mir die Uhr in Original genauso gut wie auf den Bildern. Besonders schön ist die Datumsanzeige und die laufende kleine Sekunde in ihrem unterteilten Kreis gestaltet. Auch der Sichtboden ermöglicht dem Träger einen eindrucksvollen Einblick in das 16 Kaliber Automatikwerk der Tag Heuer Carerra. Das polierte Edelstahlarmband ist hochwertig verarbeitet und passt sich gut an das Handgelenk an. Nur das Glied nach der Faltschließe schließt nicht rund ab, sondern verleiht dem Armband einen kleinen Knick. Die Schließe funktioniert zuverlässig – wie die gesamte Uhr – und lässt sich bequem öffnen und schließen.
Der Chronograph besticht durch sein klares Design und die gute Ablesbarkeit der Zeit. Dies wird vor allem durch den klaren Kontrast zwischen den Ziffern und dem Ziffernblatt und der feinen Unterteilung im Zentelbereich ermöglicht. Somit sieht der Zeitmesser nicht nur gut aus, sondern ist auch im technischen Einsatz empfehlenswert. Die Uhr misst 41 Millimeter im Durchmesser, ist bis 100 Meter wasserdicht und auch mit einem braunen und schwarzen Kalbslederarmband erhältlich. Preislich liegt die Die Tag Heuer Carerra Cal. 16 bei 2.750 Euro.

(Johannes Hauser)
www.tagheuer.de



Testgebiet: Downtown Stuttgart

Die neue Suunto Core



Seit etwa zwei Wochen trage ich die neue Suunto Core an meinem linken Handgelenk und habe in dieser Zeit viel dazu gelernt: Nun weiß ich, dass man es mit dem Fahrrad in 5,34 Minuten in die  Arbeit schafft, jedoch für den Heimweg 9,45 Minuten benötigt. Dies liegt an den 28 Höhenmetern die ich auf dem Nachhauseweg vom Stuttgarter Talkessel  (241m) in Richtung 211 Grad (SW) überwinden muss.


Die verschiedenen Funktionen der Suunto lassen sich durch mehrfaches Betätigen der Mode-Taste anwählen und durch den View-Button variieren oder ergänzen. Die Handhabung erfolgt intuitiv, da die einzelnen Drücker auf der Innenlünette beschriftet sind und so für eine übersichtliche Bedienung sorgen. Die Uhr eignet sich wegen ihres Höhenmessers und der Wettertrendprognose gut zum Wandern, wegen ihrem Tiefenmesser und der Countdownfunktion aber auch für sämtliche Wassersportarten wie Tauchen oder Segeln.


Jede halbe Stunde wird die Höhe gespeichert und lässt sich später im Menü wieder aufrufen. Im Logbuch wird sie auch als Diagramm anzeigen. Mit einem Durchmesser von knapp 50 Millimetern ist die modische und sportliche Suunto Core ziemlich groß. Der "grobe" digitale Look der Zahlen hat seinen ganz eigenen Charme den andere Uhrenhersteller wie z.B. Armani (Modell: AR0637) bereits aufgegriffen haben. Was mir besonders gut bei der Suunto gefällt, ist ihr schlichtes Design. Es gibt ein großzügiges Digitaldisplay, keine verwirrenden Unterteilungen und Kästchen. Man erkennt und findet alles sofort. Weitere Informationen finden Sie unter www.suunto.com. (Johannes Hauser)





Timex WS4 Bewertung



> Gehäuse – gut
Leichter Kunststoff schließt das  rechteckige Edelstahlgehäuse in verschiedenen Färbungen ein. Das Band in Orange, Weiß, Schwarz, Militär-Camouflage und Schwarz-Weiß Camouflage gibt es mit schwarzer Edelstahllünette, für das "Karabiner-Modell" mit silberfarbener Lünette gibt es ein schwarzes Wechselband. Verbesserungsvorschag: Warum nicht den Gehäuseboden ergonomisch-konkav formen, damit er sich besser an das Handgelenk anpasst?

> Band – sehr gut
Wie gerade beschrieben gibt es gerade dafür, dass es sich hierbei um eine Outdor-, bzw. Expeditionsuhr handelt, eine äußerst große Bandauswahl. So kann die WS4  jeden Geschmack bedienen. Das Band liegt gut und bequem am Handgelenk, schmiegt sich diesem an und ist leicht mithilfe einer breiten Dornschließe zu fixieren.

> Anzeige/Display – sehr gut
Das digitale Display misst 38 Millimeter x 25 Millimeter bzw. 21 Millimeter (an der schmaleren Seite). Eine einfache Lesbarkeit ist garantiert. Auch das Anzeigen mehrerer Funktionen gleichzeitig, beispielsweise Kompass, Temperatur, Wetter und Uhrzeit funktioniert einwandfrei.

> Sicherheit – gut
Die Widerstandsfähigkeit rührt nicht zuletzt von dem von Kunststoff umgebenen Edelstahlgehäuse. Die Schließe ist vermutlich  aus korrosionsbeständigem Edelstahl und sitzt sicher umschlossen an den Bandenden. Die Möglichkeit eines versehentlichen Betätigens der Drücker scheint nicht gegeben. Dass die Uhr nur bis 5 bar wasserfest ist, sollte im hochalpinen oder auf sonstigen Bergen der Welt kein Problem darstellen.  

> Komfort – befriedigend
Die Buchstaben  WS der WS4 stehen für wide screen. Was auf der einen Seite ein Pluspunkt für die Ablesbarkeit darstellt, zeigt sich beim Komfort als etwas problematisch. Die rechteckige, großzügige Form drückt (zumindest beim persönlichen Tragen) auf den Handgelenkknochen.

>Funktionalität – sehr gut
Absolute Begeisterung und Kaufinteresse schafft diese Uhr. Die Funktionen sind einfach und intuitiv anzuwählen und zu nutzen. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Die Begeisterung teilt die gesamte Gruppe, "Kann diese Uhr auch telefonieren?" Mit der Timex Expedition WS4 scheint alles möglich.


Gesamtnote – gut ( 1,66)



Diese Uhr macht Spaß. Sie ist nützlich und hilfreich, sieht (in einer anderen Farbe) klasse aus und beweist absolute Bedienfreundlichkeit. I LOVE IT!

Leonie Schütz



Tag 2 – Rauf auf den Berg



Der nächste Tag startet früh – Nebel im Tal und leichter Niesel, was auch von der Uhr bestätigt wird. Im links-unteren Displaybereich informiert die WS4 bildlich über das Wetter der nächsten vier bis sechs Stunden (zum Beispiel Sonne, Wolken, Regen). Von Burgberg beginnt der Anstieg auf den 1.738 Meter hohen Grünten, der von einem Sendemasten des Bayerischen Rundfunks gekrönt wird. Nach Chrono-Aktivierung läuft die Zeit, abermals mit mehreren Splits für Trink- und Aussicht-Genießen-Pausen. Der Höhenmesser zählt von 768 Meter (Höhe Basis Camp "Parkplatz") auf 1.727 Meter (Höhe "Sendestation BR").



Highlights beim Aufstieg waren das Passieren des Nebelfelds bei 1.087 Meter, das den Blick auf die umliegenden Gipfel freigab, das Tal jedoch in Watte hüllte, und der erste Blick auf den Grünten-Gipfel. Oben angekommen misst der Chrono gerade knapp über zwei Stunden. Toll ist es, sich nun durch die Funktionen des Höhenmessers mithilfe des Start/Split Drückers zu klicken. Ein Höhenprofil wird im Breitbilddisplay angezeigt. Diese Anzeige wird am nächsten Tag noch spannender, weil weitere Gipfel, Pässe und Täler angezeigt werden. Auch informiert die Timex über höchsten und tiefsten Wert sowie aktuelle Höhe. Der Barometer informiert stringent über den sich ändernden Luftdruck, der knapp unterhalb des Gipfels 1023 mb (Millibar) beträgt. Beim Abstieg wird häufig der Höhenmesser betätigt. Wie schnell gehen wir bergab, wann versinken die Bergsteiger wieder im Nebelfeld? Unten angekommen bewerten die Bergpartner die Timex Expedition WS4 als äußerst nützliches Accessoire für den Berg und freuen sich bereits heute auf den nächsten Einsatz am Handgelenk.

www.timex.de




Tag 1 – Ab in die Berge


Die WS4 aus der Timex Kollektion Expedition präsentiert sich im Vorfeld (aus Pressetexten und den Informationen auf www.timex.de) als Alles-Könner. Die Funktionen Altimeter (Höhenmesser), Barometer, Kompass, Stoppfunktion, Alarm und Timer sind nur ein Auszug der Fähigkeiten dieser Uhr.

Zum Praxistest entführen wir die WS4 im Schwarz-Weiß Camouflage Look in die Berge und prüfen Sie auf Funktionalität, Bedienfreundlichkeit und Komfort.

Los geht es am Freitag nach Redaktionsschluss auf der A81 Richtung Kempten. Direkt beweist die Uhr ihre Genauigkeit bei der Kompass-Funktion – auf in die Berge Richtung Süd-Süd-Ost. Das Ziel ist Sonthofen.



Nach dreimaliger Betätigung des "mode"-Drückers gelangt man intuitiv auf den Kompass – auch ohne vorher die Bedienungsanleitung gelesen zu haben. Dieser Punkt stellt ein absolutes Plus der Timex WS4 dar – die Bedienfreundlichkeit basiert nicht, wie bei manch anderer Uhr auf langwieriger Vorab-Information, sondern erklärt sich selbst.

Angezeigt wird im großzügig gestalteten Display sowohl eine stilisierte Windrose, deren digitale Anzeige stets nach Norden deutet, als auch rechts oben die Himmelsrichtung in Buchstaben (zum Beispiel S, SSO oder SW).

Nach einem weiteren Drücken des "mode-Buttons" befindet man sich im Menü der Chrono-Funktion. Die Fahrtzeit bemisst sich auf 2:05.45, mit einem Split bei der Raststätte Illertissen – funktioniert einwandfrei.

Morgen finden Sie hier den Praxis Test auf Höhenwegen. Die Timex Expedition WS4 begleitet die "Wandersleute" auf den Grünten. Ob der Höhenmesser (Altimeter) funktioniert? Morgen wissen Sie mehr!

Schlagworte: Uhren Test,  Multifunktionsuhr, Timex
www.timex.de



Im Höhen-Test: Die Timex WS4 aus der Expedition-Kollektion


Vom 8. bis 10. Oktober 2010 hat mich die Multifunktionsuhr Timex WS4 auf einen Ausflug in das Allgäu begleitet. Welche Gipfel erklommen wurden und wie sich die Uhr geschlagen hat? In den kommenden Tagen berichte ich in loser Folge über die Praxis-Erfahrung.



Unter anderem war sie hier:

Leonie Schütz



Sinn(voller) Uhrentest

Hart aber herzlich – Sinn Spezialuhren im Test



Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut hat die Uhrenmarke Sinn ihre Uhren nach Stößen und Vibrationen auf Abweichungen prüfen lassen. Ergebnis: Sehr zufriedenstellend.



Es muss wohl in der Natur eines Diplom-Ingenieurs liegen, Dinge testen zu wollen. So auch in derer des Sinn Spezialuhren Inhabers Dipl.-Ing. Lothar Schmidt (im Bild mit Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka) und des Leiters der Kundenzufriedenheit und -betreuung Dip.-Ing. Arno Gabel. Im Gesamtfahrzeugprüfstand des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt absolvierten fünf Armbanduhren am Lenkrad eines Testfahrzeugs zwei Prüfungen.


Jeweils 30 Minuten und 13 Stunden waren die Modelle 757 Diapal, 900 Flieger, U1000, Frankfurter Finanzplatzuhr 6.000 und 917 starken Stößen und Vibrationen ausgesetzt – was einer Strecke von über 300 Kilometern voll von Schlaglöchern entspricht. Für den Belastungstest waren die Automatik Uhren mit Kunststoffringen am Lenkrad der Testkarosserie befestigt, um die übliche Position am Handgelenk eines Fahrers zu simulieren.



Ganz hervorragend abgeschnitten haben die einzelnen Modelle – die auf den rauen Test folgende Prüfung mit der Zeitwaage ergab Abweichungen in den verschiedenen Lagen (Zifferblatt oben, Zifferblatt unten, Krone unten, Krone links) von maximal -2 bis +6Sekunden.

 

Das heißt nach dem Härtetest lief beispielsweise das Modell 900 Flieger in der Lage "Zifferblatt oben" beim 13-Stunden Test 3 Sekunden schneller, in der Lage "Krone links" 4 Sekunden langsamer.

Diese Abweichungen bewegen sich im Toleranzbereich für Chronometer, der bei -4 bis +6 Sekunden liegt, was auch von links Lothar Schmidt, Arno Gabel, Leiter Kundenzufriedenheit und-betreung Sinn, Prof. Dr. Holger Hanselka und Dr. Wolfgang Schonefeld, Leiter technische Etnwicklung bei Sinn, gut finden. Alle Testergebnisse finden Sie auf www.sinn.de/de/belastungstest_uhren.htm.(ls)


Schlagworte: Uhren News,  Automatik Uhren, Sinn Uhren, Uhren Test




Im Uhrentest – Die Edox 83006 3 AIN
Mit der Grand Ocean an das Meer – ein Trip nach Kopenhagen



Die sportliche Segler Uhr der Grand Ocean Kollektion ist prädestiniert für diese Reise. Ziel ist Kopenhagen, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Dort ist das Meer ständiger Begleiter der knapp 520.000 Einwohner. Im noch gefrorenen Wasser des Nyhavn erwarten antike Segelschiffe den Sommerbeginn, genau wie die "lille havfrue" (kleine Meerjungfrau) an der beliebten Langelinie-Promenade.

Das übersichtlich gestaltete Zifferblatt der sportiven Schweizer Armbanduhr beherbergt zwei Triptychen – die Tagesanzeige in Großbuchstaben erstreckt sich in einer geschwungenen Linie von acht bis ein Uhr. Das Datum wurde auf drei Uhr platziert. Beide Anzeigen informieren jeweils über Vor- und Folgetag, der aktuelle Tag bzw. das aktuelle Datum wird mittig angezeigt.



Es gibt viel zu sehen, folglich gilt es Tag, Datum und natürlich Uhrzeit stets im Auge zu behalten. Dies ist bei der Edox 83006 3 AIN kein Problem –  großzügige 45 Millimeter Gehäusedurchmesser garantieren einfaches Ablesen der Zeit – auch beim Fahrrad fahren. Das nimmt in Kopenhagen einen sehr hohen Stellenwert ein. Praktischer Test: Bei 22 km/h auf dem Weg zum Amalienborg Slot, dem Sitz der dänischen Königsfamilie, ist ein problemloses Ablesen der Zeit möglich.

Auch die in der Sonne reflektierenden, silbernen Applikationen und Zeiger weisen sicher durch den Tag.



Nicht umsonst trägt das Modell den Beinamen Segler Uhr – eine 15-strahlige, plastisch ausgearbeitete Windrose auf dem versilberten Zifferblatt unterstreicht den Charakter. So fühlt man sich auf der Insel Holmen mit der Grand Ocean nicht fehl am Platz.

Die Edox 83006 3 AIN der Grand Ocean Kollektion überzeugte im Test. Haptische Defizite lässt der sympathische Reisebegleiter dank schöner Optik und präziser Funktionalität vergessen.



Check

> Gehäuse und Glas – sehr gut
Besonders schön ist der Gehäuseboden, welchen eine Weltkarte ziert. An der Stelle Nordamerikas gibt ein Sichtfenster einen Blick auf die Unruh frei. Durch die wohlgeformten Bandanstöße gelingt die harmonische Material-Komposition zwischen Edelstahlgehäuse und Kautschuk-Band.

> Band – gut
Aus schwarzem Kautschuk gefertigt mit dynamischer Musterung und innenliegenden Schriftzügen "EDOX" und "Grand Ocean". Die Butterfly-Faltschließe kann problemlos von Hand auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

> Anzeige, Zifferblatt und Zeiger – sehr gut
Gelungene Farbgebung und einwandfreie Ablesbarkeit sind sicher. Die rote Pfeilspitze des Sekundenzeigers ist Farbtupfer auf dem ansonsten in Silber-Nuancen gehaltenen Zifferblatt.

> Werk – gut
Das Kaliber 83 basiert auf dem 2834 ETA Werk, das seit 1974 produziert wird. Solides Standard Werk, das in eine Vielzahl an Uhren eingesetzt wird. Funktionen sind Stunde, Minute, Sekunde, Tag und Datum.

> Sicherheit – gut
Die 83006 3 AIN verfügt über eine Wasserdichtigkeit bis 10 atm, ist somit zum Schwimmen geeignet – Mindest-Voraussetzung für eine Segler Uhr. Weitere Sicherheit bietet die doppelt verschraubte Krone.

> Kronenbedienung – befriedigend
Zwar gibt es nur zwei Kronenpositionen, das Einstellen von Tag und Datum benötigte jedoch einige Minuten. Beim zweiten Mal ohne Probleme.

> Komfort – ausreichend
Bei kleinen Handgelenken verschiebt sich die Schließe auf die Seite des Handgelenks, da nur ein Element der Schließe eingestellt werden kann. Der Drücker des Öffnungsmechanismus ist zu groß proportioniert und beeinträchtigt den Tragekomfort.

 

Gesamtnote – gut

Susanne Hencke

www.edox.ch
Schlagworte: Uhren Test
 
WOCHENSCHAU Wochenschau
Die MB&F M.A.D. Gallery
Eine Welt kinetischer Kunst
 
AUDIOSLIDESHOW Audioslideshow
Diamanten
Die aktuelle Situation am Markt
 
PRODCAST  PRodcast
Milus
Tirion Répétition Minutes TriRetrograde: So klingt 11:20 Uhr
 
EDELMETALLKURSE (Stand 21.02.2012)
Gold (€/g):46,84
Palladium (€/g):18,40
Platin (€/g):42,50
Silber (€/kg):957,70
Rhodium (€/kg):4085,00

(Preisangaben ohne Gewähr)
 
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